Bewerbungsgespräche aktiv leiten

Bewerbungsgespräche aktiv leiten

Vielleicht sind Sie auch gerade auf der Suche nach einem neuen Mitarbeiter?

Der Fachkräftemangel ist zur Zeit für viele Unternehmen ein Problem. Umso wichtiger wird es, potenzielle Bewerber geschickt für sich zu gewinnen. Dabei ist gute Kommunikation gefragt. Die Art und Weise, wie Sie das Vorstellungsgespräch führen, lässt auf Ihre Unternehmenskultur schließen.  Wenn Ihnen ein aufschlussreicher und respektvoller erster Kontakt zum Bewerber gelingt, wird dieser sich bei mehreren Angeboten leichter für Sie entscheiden.

Was können Sie tun, um das Gespräch so zu gestalten, dass es für Sie und Ihr Gegenüber eine klare Entscheidung bringt?

3 hilfreiche Hinweise möchten wir Ihnen heute mitgeben, damit Sie sich und Ihr Unternehmen gut präsentieren und klar entscheiden können „einstellen“ oder „nicht einstellen“.

  1. Vor- und Nachbereitung

Hier gilt es, sich vorab 15-20 Minuten Zeit zu nehmen und die Unterlagen gründlich zu lesen.

Ein vorbereiteter Bewertungsbogen hilft Ihnen dabei, sich Notizen zu machen, Ihre Eindrücke schriftlich festzuhalten und sich nach dem Gespräch mit den anderen Gesprächsteilnehmern auszutauschen.

Folgende Checkliste ist außerdem hilfreich:

  • Ist der Raum frei und sauber? Frischluft?
  • Sind genügend Stühle vorhanden? Wie ist die Sitzordnung?
  • Wohlfühlfaktor: Getränke, Gläser etc.?
  • Äußere Störungen vermeiden: Handy/Telefon aus, eventuell Schild „Bitte nicht stören“
  • Wer genau wird dabei sein? Wer leitet wann das Gespräch? (Absprachen untereinander)
  1. Gut in Kontakt kommen

Das erste Aufeinandertreffen ist ein Schlüsselmoment für den Gesprächsleiter und den Bewerber. Fühlen sich beide Seiten auf der Beziehungsebene wohl, wird es leichter, inhaltlich in einen guten Austausch zu kommen.

Ziel sollte es sein, dem Kandidaten die Nervosität zu nehmen und eine angenehme Atmosphäre zu schaffen. Wirken Sie selbst ruhig und gelassen, wirkt sich das auch auf Ihr Gegenüber aus. Lassen Sie den Bewerber nicht warten und beginnen Sie das Gespräch nicht mit fachlichen Fragen, sondern mit Smalltalk. Dieser entspannt und lockert auf, z. B. mit Fragen zur Anreise, zum Befinden oder zum Wetter.

  1. Geschickt fragen

Der Frageteil an den Bewerber ist das Herzstück des Vorstellungsgespräches. Hier gilt es zu prüfen, ob der Bewerber fachlich für die freie Stelle geeignet ist – und auch, ob er gut ins Unternehmen und Team passt. Es bietet  sich an, dass Sie eine gewisse Auswahl an Fragen parat haben, die Sie dann individuell ins Gespräch einfließen lassen.

Hilfreich sind Fragen zu den bisherigen Aufgaben, Kompetenzen, Erfolgen, Misserfolgen, Abneigungen und Vorlieben, den Gründen für den Wechsel und der Motivation des Bewerbers.

Unzulässige Fragen (z. B. zu einer bestehenden Schwangerschaft, Religionszugehörigkeit, Sexualität, Vorstrafen) sollte man im Gespräch auf jeden Fall vermeiden.

Offene „W-Fragen“ (Was genau…, Wie…., Wer…, Weshalb…., Wodurch….?) bringen den Bewerber zum Reden und helfen, dass Sie viel über ihn erfahren. Manchmal gilt es, auch Pausen etwas länger auszuhalten und nicht zu schnell zur nächsten Frage überzugehen.

Wenn Sie mehrere Bewerber haben, ist es sinnvoll, die gleichen Fragen zu stellen. So können Sie die einzelnen Kandidaten besser miteinander vergleichen.

Viel Erfolg für Ihr nächstes Bewerbungsgespräch. Wir freuen uns über einen Austausch und Ihre Fragen zum Thema.

Herzliche Grüße,

Beate Pflieger-Lorenz.

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