Wertschätzend kommunizieren

Wertschätzend kommunizieren

Wertschätzender Umgang miteinander ist fast schon ein Modewort. Jeder strebt es an und dennoch passiert es im Alltag immer wieder, dass wir Worte wählen, die trennen, statt zu verbinden.

Für uns von Lorenz & Grahn ist es die grundlegende Haltung, mit der wir im Training und Coaching Menschen begegnen und begleiten.

Ein paar Gedanken hierzu aus unserer Sicht, verbunden mit 3 Tipps, wie Sie ohne Aufwand Wertschätzung in Ihren Alltag integrieren können.

Was heißt es?

Wertschätzende Kommunikation ist eine Sprache, die verbindet und den Kontakt so gestaltet, dass jeder davon profitiert. Es geht um respektvolles Miteinander auf Augenhöhe – in jeder Situation, privat wie auch beruflich, unabhängig von der Hierarchieebene.

Warum ist es überhaupt wichtig?

Wertschätzung ist Wertschöpfung …denn durch frustrierte unproduktive Mitarbeiter gehen den Arbeitgebern jedes Jahr Millionen verloren. Eine aktuelle Gallup-Studie, die Engagement und Motivation bei der Arbeit misst, belegt:

Nur 16 Prozent der Arbeitnehmer sind mit Herz und Verstand bei der Arbeit, 68 Prozent machen lediglich Dienst nach Vorschrift und 16 Prozent der Werktätigen haben innerlich bereits gekündigt.

Worauf kommt es an?

Kennen wir einige Grundannahmen menschlichen Handelns, so fällt es leichter, sich und andere zu verstehen:

  • Menschen handeln aufgrund von Bedürfnissen – jede Form von Vorwurf oder Angriff gegen Andere ist ein Ausdruck unerfüllter Bedürfnisse.
  • Menschen handeln nicht gegen andere sondern für die Erfüllung ihrer Bedürfnisse. Eigene Bedürfnisse sind dabei genauso wichtig, wie die der anderen.

3 Tipps im Alltag Wertschätzung zu zeigen

Tipp 1:

Pflegen Sie eine Kommunikation auf Augenhöhe! Hier greifen wir auf das Modell von Eric Berne zurück (Psychiater, der 1968 das Modell der Transaktionsanalyse entwickelt hat).

Die grundsätzliche Haltung, miteinander zu reden, ist hier:

„Ich bin ok – Du bist ok“.

Überprüfen Sie also vor wichtigen Gesprächen wie Ihre Haltung zum Gesprächspartner und auch zu sich selbst ist.

  • Fühlen sie sich wohl mit dem, was Sie sagen/erreichen wollen? Sind sie authentisch?
  • Wie sehen Sie Ihren Gesprächspartner? Was können Sie tun, diesen auch bei gegensätzlichen Ansichten zu respektieren?

 

Tipp 2:

Verbindend wird Sprache dann, wenn wir die vier Schritte der gewaltfreien Kommunikation nach Marschall B. Rosenberg integrieren:

  • Beobachtungen von Bewertungen trennen: „Bis heute morgen um 8.00 Uhr wolltest du mir den Bericht schicken! Jetzt haben wir 10.00 Uhr …! statt: „Du bist unzuverlässig!
  • Gefühle wahrnehmen: „Das ärgert mich, da ich nun unter Druck komme, die Präsentation rechtzeitig zu beenden!“
  • Bedürfnisse erkennen: „Ich möchte mich auf unsere Absprachen verlassen können!“
  • klare, konkrete Bitte aussprechen: „Bitte halte dich an die vereinbarten Termine!“

 

Tipp 3:

Integrieren Sie Lob und Dank in Ihren Alltag – wählen Sie Situationen und Worte, die Sie als stimmig empfinden.

Einfache Beispiele:

„Klasse! „Super!“ Mir gefällt gut, wie sicher du eben auf den Einwand des Kunden reagiert hast!“

„Danke für das angenehme Gespräch! Danke für deine Unterstützung!“

 

Wir freuen uns jederzeit über Anregungen und Fragen zu diesem Thema.

Viel Erfolg bei der Umsetzung!

Herzliche Grüße                    Karin Grahn

 

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